Deutsch Klasse 5: Lebendige Grammatik

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Wir schreiben einen Krimi - Übung zu Adjektiv und Adverb

Bernd Kettel

In „Rudolf Steiners Lehrplan für die Waldorfschulen“ von E. A. Karl Stockmeyer findet man für den Sprachkundeunterricht Angaben, die einen Lehrer nachdenklich stimmen können. Da heißt es zum Beispiel, Grammatik solle ganz lebendig gelehrt werden, so dass sie gewissermaßen wie von selbst aus dem Kind herauskommt, weil sie im Grunde schon im Kinde vorhanden sei, wenn es spricht. Weiter soll man das Kind solche Sätze sprechen lassen, die ihm das bewusst machen, was es unbewusst eigentlich schon immer beim Sprechen tut. Tendenziell sei das Grammatik-Lernen und –Lehren dazu da, das Kind aufzuwecken.

Diese Angaben beziehen sich auf die Zeit um das neunte Lebensjahr und danach, also auch noch auf Zeit der Mittelstufe (Klasse fünf bis acht). Vor allem die Forderung, die Grammatik solle ganz lebendig gelehrt werden, so dass das Kind den inneren Zusammenhang spürt, weil es ihn in sich trägt, kann einem dabei Kopfzerbrechen machen.

Wenn man an die eigene Schulzeit denkt, die oftmals nicht an einer Waldorfschule zugebracht werden konnte, so findet man dort in der Regel wenig Anhaltspunkte, die einem weiterhelfen. Grammatik an staatlichen Schulen hat – natürlich abhängig vom Lehrer - gerne etwas Systematisches, Theoretisches, man erinnert sich daran, dass dieser Bereich des Unterrichts mit Auswendiglernen und Pauken zu tun hatte. „Lebendiges Lernen“, das den inneren Zusammenhang erlebbar macht, das einen spüren lässt, dass man Grammatik eigentlich in sich trägt, kam dort eher selten, wenn überhaupt vor. Ich würde gerne an einem kleinen Beispiel zeigen, wie so ein „Lebendiges Lernen“ aussehen kann.

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"Mit dem Grammatik-Lernen und -Lehren haben wir im wesentlichen die Tendenz zu verfolgen, das Aufwachen des Kindes zu fördern, das Bewusstwerden zu fördern - also innere Kräfte, die sich entwickeln können gerade um das 9. Lebensjahr herum -, in dem Sinne, wie ich das charakterisiert habe. Wir müssen das Element des Sprach-Unterrichts dazu benützen, um fortwährend das Kind weiter aufzuwecken."

Rudolf Steiner