Epochen in Klasse 2

Die Inhalte der ersten drei Schuljahre sind auf das Wesen des Kindes abgestimmt und deshalb in ihrer Prägung sehr ähnlich. Es wird weitergeführt, was in der ersten Klasse begonnen wurde. Dabei soll das Kind sich immer selbstverständlicher und lebendiger in das Plastisch-Bildnerische und das Musikalisch-Sprachliche des ersten Schulunterrichts hineinfinden. Es wird daher in diesen ersten Jahren nur wenig Neues zum Lehrplan hinzugefügt.

Schreiben, Sprechen, Lesen

Von den großen Druckbuchstaben wird das Kind hingeführt zu den kleinen Buchstaben und schließlich zur Schreibschrift. Das Lesen der Schreibschrift wird geübt. Die Kinder lernen allmählich, das, was man ihnen erzählt, in einfacher Weise aufzuschreiben.

Beim Erzählstoff sucht man den Übergang von den Märchen zu den Tiergeschichten und Fabeln. Das seelenhafte, das in der Tierfabel zum Ausdruck kommt, versteht das Kind in dieser Alterstufe besonders gut. In den Heiligenlegenden erlebt es den nach Vollkommenheit strebenden Menschen.

Grammatik

In ganz einfacher, elementarer Weise führt man die Kinder an das Erleben erster grammatischer Phänomene heran. Tätigkeitswörter können unmittelbar in Tätigkeiten erlebt werden, sie fahren den Kindern gewissermaßen in die Glieder, was auch zu passenden szenischen Darstellungen führen kann. Die Eigenschaftswörter, die uns das Wesen der Dinge schildern, berühren eine Sphäre, in der das Kind noch mehr träumend lebt. Sie können nicht unmittelbar in Tätigkeiten ausgedrückt werden. Die Hauptwörter, auch Namenwörter genannt, haben einen eher abstrakten Charakter, sie bezeichnen Dinge. Die Kinder erleben sie als die Dinge, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, die wir hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen, denken oder anfassen können. In sehr einfacher Weise bespricht man den Satzbau. Ganz leise macht man bewusst, was das Kind instinktiv schon übt. In den Gesetzen der Sprache rührt man an die Größe des langsam sich im Leben entfaltenden Ich des Menschen.

Rechnen

Der Zahlenraum wird erweitert und möglichst viel im Kopf gerechnet. Zahlenreihen werden gedächtnismäßig geübt, das fördert die Gedächtnisbildung. Rhythmisches und taktmäßiges Bewegen, Klatschen und Springen wirkt unterstützend. In der Zeit zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife ist die Pflege des Gedächtnisses von besonderer Bedeutung.

Die Epochen in den einzelnen Klassen

Die Beschreibung der einzelnen Epochen orientiert sich stark am Lehrplan Caroline von Heydebrands. Er fasst die Ausführungen Rudolf Steiners in sehr freilassender und anregender Form zusammen.
 

Epochen Klasse 1
Epochen Klasse 2
Epochen Klasse 3
Epochen Klasse 4

Epochen Klasse 5
Epochen Klasse 6
Epochen Klasse 7
Epochen Klasse 8