Malepochen in der Oberstufe
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Ab der neunten Klasse beginnt in der Waldorfschule die Oberstufe, und somit eine neue Form des künstlerischen Unterrichts.
Er wird nun von Fachlehrern in Epochen zu jeweils vier Stunden die Woche durchgeführt. Hierdurch wird ein vertieftes, kontinuierliches Arbeiten und Eintauchen in einen künstlerischen Gestaltungsprozess möglich.
Im Malunterricht der elften Klasse wird beispielsweise das, was an Gesetzmäßigkeiten in den naturwissenschaftlichen Fächern erkannt wird vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet.
Im Sinne Goethes gesprochen, erschließen sich die „Geheimnisse der Natur“ letztlich nur dem künstlerischem Sinn und dessen Betrachtungsweise. Vorrangige Motive dieser Klassenstufe sind daher laut Waldorf-Lehrplan Landschaften und pflanzliche Darstellungen.
Die rationale Betrachtungsweise in den Naturwissenschaften verändert auch die „malerische Ausgangssituation.“ Während bis zur achten Klasse der Weg vom inneren, reinen Farberleben zum gestalteten Motiv verläuft, ist in der Oberstufe der Ausgangspunkt vornehmlich vom äußeren Naturmotiv her gegeben, das immer mehr in eine rein malerische Gestaltung verwandelt werden soll. Neben den Fragen nach Bildaufbau und Komposition wird deshalb auf die künstlerische Gestaltung von „Stimmungen“ etwa der verschiedenen Tages- oder Jahreszeiten besonderer Wert gelegt.
Der Umgang mit unterschiedlichen Malmitteln findet sowohl hier, als auch beim Portraitzeichnen und Malen in der zwölften Klasse Eingang in den künstlerischen Unterricht. So geht der Weg vom Zeichnerischen immer mehr in ein freieres malerisches Gestalten über.
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