Sprachgestaltung
Neben dem regulärem Unterricht findet unterstützend im Hauptunterricht und in den Fachstunden die sprachkünstlerische Therapie statt. Sie wird bei folgenden Sprachauffälligkeiten mit gutem Erfolg eingesetzt:
- heiseres und nasales Sprechen
- verzögerte Sprachentwicklung und träge Sprachwerkzeuge
- Verzögerungen der Sprachaufnahme und Undeutlichkeiten
- unvollständige Wort - und Satzbildungen
- undifferenzierte Lippenbewegungen und zu wenig Zungengefühl
- überhastetes, ungegliedertes Sprechen
- unvollständige Endsilben
- arhythmische Satzgestaltung
- Konzentrationsschwäche
- Störungen der Atmungsfunktion
- Lispeln, Stammeln und Stottern
- Lese- und Rechtschreibschwäche
Oft gehen mit Sprachstörungen auch Bewegungsstörungen einher. Diese sind stark im Zunehmen, da die Kinder heute im Vorschulalter zu wenig die unteren Sinne ausbilden können, vor allem Bewegungs -, Tast -und Gleichgewichtssinn. Sprach -und Lautübungen im Zusammenhang mit Bewegung, Gedichte rhythmisch geübt mit Silbenschritt und Gebärde sind Möglichkeiten, das Defizit auszugleichen. In der Betätigung rege machender Sprachspiele kann das Zusammenstimmen von Bewegung und Sprache erlebt und erübt werden. Im zweiten Lebensjahrsiebt wirkt die sprachkünstlerische Therapie am stärksten, da sie bis in die physische Leiblichkeit eingreift. Jede Verbesserung der Sprache und des Sprechens trägt zu heilsamer Stärkung der Persönlichkeitskräfte und zu einem gesunden Lebensgefühl bei.
Claudia Kern